Ziele der Aufsuchenden Altenarbeit - Hausbesuche

Fünf bis zwanzig Prozent der Senioren in Deutschland berichten von ausgeprägten Einsamkeitsgefühlen - die Zahlen differieren je nach Studie. Entscheiden ist aber nicht, ob ältere Menschen alleine leben:
Wer über ein intaktes Netz von Sozialkontakten verfügt, empfindet das Alleinsein nicht als Belastung, ergab eine Studie der TU München. Hier setzt die Aufsuchende Altenarbeit mit den Hausbesuchen an. In bisher vier Stadtteilen der Hansestadt nehmen die hauptamtlichen Koordinatorinnen Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Sie nehmen den ersten Kontakt zu den älteren Bürgern auf und informieren über mögliche Hilfsangebote. Auf Wunsch vermitteln sie einen kostenlosen Besuchsdienst. Die dadurch entstehenden Nachbarschaftsnetzwerke haben folgende Ziele:

Das selbstbestimmte Leben in der eigenen Häuslichkeit bleibt so lange wie möglich erhalten.

Die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben wird unterstützt.

Die Lebensqualität für ältere Menschen im Stadtteil wird unter Beteiligung der Bürger/innen und der Akteure vor Ort verbessert.
Der Isolation von älteren Menschen kann so entgegen gewirkt werden.

Selbsthilfe und gegenseitige Hilfe werden gestärkt.

Durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Präsenz im Stadtteil wird älteren Menschen, die aktuell noch keinen Unterstützungsbedarf haben, Sicherheit vermittelt. Sie wissen, wenn der Fall eintritt, dann sind Angebote vorhanden und sie werden mit den Problemen des Alterns nicht allein gelassen.

Das zivilgesellschaftliche Engagement in der Nachbarschaft soll insgesamt aktiviert werden.